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Nachhaltige Wege einschlagen

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Wie will die EU das Risiko von Greenwashing bei nachhaltigen Finanzprodukten minimieren?


Eine Leinwand auf der mit einem scwarzem Pinsel getunkt in grüne Fabre über eine Schablone gemahlt wird.

Auf EU-Ebene wurden mehrere Initiativen ergriffen, um das Risiko des Greenwashings zu minimieren. Konkret hat die Europäische Kommission (EK) in ihrer Strategie zur Finanzierung des Übergangs zu einer nachhaltigen Wirtschaft (6. Juli 2021) den EU-Rahmen für nachhaltige Finanzen geschaffen. Als erster Schritt soll ein wissenschaftsbasiertes Klassifizierungssystem für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten, die EU-Taxonomie (Verordnung (EU) 2020/852), Schutz vor Greenwashing bieten. Darüber hinaus wurde die Bedeutung der Entwicklung von verbindlichen Richtlinien, Standards und Labels anerkannt, um Gelder in nachhaltige Investitionen zu lenken und einen transparenten Rahmen gegen Greenwashing zu schaffen. Offenlegungspflichten sowohl für Unternehmen als auch für Investoren werden als ein weiteres Instrument zur Bekämpfung des Greenwashing-Risikos angesehen, z. B. die Richtlinie über die nichtfinanzielle Berichterstattung (NFRD), die Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) und die Verordnung über die Offenlegung von Informationen über nachhaltige Finanzen (SFDR).

Die Gewährleistung eines angemessenen Durchsetzungsniveaus in der EU und die Überwachung der Einhaltung des jeweiligen Rechtsrahmens für nachhaltige Finanzen obliegt den Aufsichtsbehörden. Im Mai 2022 beauftragte die EK die Europäischen Aufsichtsbehörden (EBA, ESMA und EIOPA), einen Fortschritts- und Abschlussbericht über Greenwashing-Risiken und die Beaufsichtigung von Nachhaltigkeitsstrategien zu erstellen. Als Reaktion darauf veröffentlichten die ESAs im November 2022 einen gemeinsamen Aufruf zur Einreichung von Stellungnahmen, um die Ansichten der Interessengruppen darüber einzuholen, wie die wichtigsten Merkmale, Triebkräfte und Risiken im Zusammenhang mit Greenwashing besser verstanden werden können, und Beispiele für potenzielle Greenwashing-Praktiken zu sammeln. In ähnlicher Weise hat die ESMA eine Konsultation zu Leitlinien für Fondsnamen gestartet, die ESG- oder nachhaltigkeitsbezogene Begriffe verwenden, um Greenwashing durch eine angemessene Kennzeichnung zu bekämpfen.

Schließlich ist die Frage des Schutzes von Kunden bzw. Anlegern vor Greenwashing zu einer Priorität der EBA, der ESMA und der EIOPA als Teil ihrer jeweiligen Strategien für nachhaltige Finanzen geworden. Die Arbeit der ESAs zu Greenwashing-Risiken gestaltet sich aktuell so, dass sie angemessene Aufsichtskapazitäten schaffen, eine Definition und ein gemeinsames Verständnis von Greenwashing unter den Finanzmarktteilnehmern entwickeln, die Unterschiede zwischen den nationalen Aufsichtsbehörden zu diesem Thema bewerten, um Unstimmigkeiten und Lücken in der Gesetzgebung zu identifizieren, die von der EK angegangen werden sollten, diese Risiken aus aufsichtsrechtlicher Sicht bewerten und die notwendigen regulatorischen Rahmeninstrumente zur Abmilderung bereitstellen. Die ESAs werden auch prüfen, inwieweit der EU-Aufsichtsrahmen und das einheitliche EU-Regelwerk geändert werden müssen, und entsprechende Empfehlungen abgeben.

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